Kunsthalle Bremen

Biografie - Paulas Leben

Paula Modersohn-Becker

1902
Das Jahr ist gekennzeichnet von einer engen künstlerischen Zusammenarbeit der Modersohns. In den Arbeiten Paulas gewinnt nach und nach das Figürliche wieder größeres Gewicht gegenüber der Landschaft.

1903
Im Februar und März ist Paula Modersohn-Becker zum zweiten Mal in Paris und besucht wieder die Académie Colarossi. Im Louvre setzt sie ihre Studien fort und entdeckt dabei die frühe Kunst der Ägypter und der archaischen Antike für sich.

Sie besucht Rodin in seinem Pariser Atelier und findet besonderen Gefallen an seinen aquarellierten Aktzeichnungen.

1904
Paula und Otto Modersohn unternehmen zusammen mit dem Ehepaar Vogeler und Paulas Geschwistern Milly und Kurt Becker Ausflüge nach Fischerhude. Auf den Spuren Rembrandts reist das Ehepaar nach Dresden, Kassel und Braunschweig.

Otto, Paula, Elsbeth

1905
Von Anfang Februar bis April ist Paula Modersohn-Becker zum dritten Mal in Paris. Diesmal besucht sie die Académie Julian.

Otto Modersohn, Paulas Schwester Milly und das Ehepaar Vogeler kommen zu Besuch. Die Modersohns haben die Möglichkeit, die große Gauguin-Sammlung von Gustave Fayet zu besichtigen, die Paula sehr beindruckt. Sie besucht außerdem den Salon des Indépendants, auf dem eine Retrospektive Van Goghs gezeigt wird.

Zurück in Worpswede, bittet Paula Modersohn-Becker ihre in Paris verbliebene Schwester Herma um Literatur zu Gauguin. Rilke besucht sie in Worpswede und nimmt erstmals die Kunst Paula Modersohn-Beckers wahr. In einem Brief macht er den Mäzen Karl von der Heydt auf die neueren Arbeiten der Malerin aufmerksam.

Paula im Atelier

1906
Ende Februar fährt Paula Modersohn-Becker zum vierten Mal nach Paris, in der Absicht, sich endgültig von Worpswede, aber auch von ihrem Mann Otto Modersohn zu lösen. Im April fährt sie mit ihrer Schwester Herma in die Bretagne. Sie besucht den Bildhauer Bernhard Hoetger, dessen begeisterter Zuspruch beim Anblick ihrer Bilder einen wahren Schaffensrausch auslöst. Paula Modersohn-Becker malt in dieser Zeit bedeutende Akte und Stillleben.

Im Herbst versöhnt sie sich mit Otto Modersohn, mit dem zusammen sie in ein Atelier am Boulevard Montparnasse zieht.

Beide Modersohns stellen zum Jahresende in der Kunsthalle Bremen aus. Gustav Pauli, der Direktor des Museums und künftige Biograph der Malerin, veröffentlicht eine ungewöhnlich positive Besprechung in den Bremer Nachrichten. Es ist die erste und einzige „offizielle“ Anerkennung der Künstlerin zu Lebzeiten.

1907
Otto und Paula Modersohn kehren im Frühjahr gemeinsam zurück nach Worpswede. Paula erwartet ihr Kind. Am 2. November kommt ihre Tochter Mathilde zur Welt. 18 Tage später stirbt Paula Modersohn-Becker an einer Embolie. Sie wird auf dem Friedhof von Worpswede beigesetzt.


                                       nach oben


Kontakt  service@paula-in-paris.de
Telefon  +49 (0)421 329 08-88

Bremen erleben
Internet construktiv