Der Kunstverein in Bremen
Der Kunstverein in Bremen gehört zu den ältesten in Deutschland. 1823 gegründet, ist er mit seinen mittlerweile über 6000 Mitgliedern noch heute Träger der Kunsthalle. Während sich seine Mitglieder zunächst im privaten Rahmen zur Betrachtung von grafischen Blättern trafen, entwickelte sich schon bald eine rege Ausstellungs- und Sammlungstätigkeit, so dass der Verein beschloss, ein eigenes Museum zu errichten.
Die Stadt stellte das Grundstück in den Wallanlagen zur Verfügung, der Verein trug die Baukosten, und so entstand hier 1849 das erste Gebäude der Kunsthalle nach Plänen des Architekten Lüder Rutenberg.
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Rege Sammlungstätigkeit und architektonische Veränderungen
Die Sammlung wuchs durch Stiftungen von Mäzenen wie Senator Hieronymus Klugkist, Kaufmann Johann Heinrich Albers oder Generalkonsul Eugen Kulenkamp schnell an, so dass 1899 bis 1906 unter der Leitung von Eduard Gildemeister das Gebäude grundlegend umgebaut und erweitert wurde. Der rege Ausstellungsbetrieb machte schließlich einen weiteren Anbau durch den Architekten Werner Düttmann erforderlich, der im Jahre 1982 eröffnet wurde. Er umfasst Raum für Sonderausstellungen, ein Café und einen Vortragssaal.
1996-1998 wurde die gesamte Kunsthalle unter der Leitung des Architektenbüros Dahms & Sieber saniert und erweitert. Im zweiten Obergeschoss entstanden neue Räume für zeitgenössische Kunst. Diese Maßnahme konnte nur aufgrund umfangreicher Spenden von Bremer Bürgern durchgeführt werden. Seit der Wiedereröffnung im März 1998 erstrahlt das Haus in neuem Glanz.
Zukunftsplan: Der Erweiterungsbau
Zugunsten ihrer Sammlung hat die Kunsthalle sich in den letzten 100 Jahren nicht vergrößert, große Ausstellungen mit herausragenden Leihgaben internationaler Häuser sind zur Zeit nur noch unter größten Kraftanstrengungen und sehr schwierigen Bedingungen möglich. Zur nachhaltigen Sicherung und Weiterentwicklung der kulturellen Qualität beabsichtigt der Kunstverein daher einen Erweiterungsbau der Kunsthalle zu realisieren. Zur Findung eines geeigneten Entwurfes und Architekturbüros wurde Anfang 2005 ein europaweiter Wettbewerb ausgeschrieben. Aus 351 Wettbewerbsbeiträgen entschied die internationale Jury sich schließlich für die Architekten Hufnagel Pütz Rafaelian aus Berlin, deren Konzept im September 2005 den ersten Preis erhielt.